Lesen ist ein Pyramid Scheme

Vom Aufwachsen im Patriarchat, Gewalt im präkolonialen Kamerun, akademischen Krimis, einem eklatanten Mangel an Essay-Bänden und mehr, oder auch: Buchtipps Galore!

Hier ist er nun also, mein erster Newsletter. Schön, dass Ihr da seid, ich hoffe, Ihr werdet euer Abonnement nicht bereuen! (Euer Konto bereut es vermutlich schon…)

Es wird euch kaum verwundern, dass es mir gar nicht so leicht gefallen ist, mich für diese erste Ausgabe thematisch zu beschränken. Es gibt einfach so viele tolle Bücher, die ich euch unbedingt empfehlen möchte. Aber ich will euch auch nicht gleich komplett überfordern und es sollen ja auch noch viele weitere Newsletter folgen. Deshalb nun, without further ado, ein paar Gedanken zu meinen letzten Lektürehighlights:


Ich habe grundsätzlich immer einen Haufen privater Leseprojekte in der Pipeline, für die ich mir bewusst Bücher zusammensuche, die ähnliche Themen behandeln (über einige davon werde ich euch in Zukunft immer mal wieder in diesem Newsletter berichten). Manchmal ergibt sich so eine Themenverwandschaft zwischen meinen Lektüren aber auch ganz zufällig, ohne dass ich es aktiv geplant hätte oder es mir bei der Auswahl überhaupt bewusst gewesen wäre. So ist es mir z.B. in den letzten Wochen mit drei Büchern ergangen, die ich direkt hintereinander begeistert gelesen habe und bei denen mir lauter Parallelen aufgefallen sind. Alle drei Bücher stammen von deutschsprachigen Autorinnen, die Anfang der 80er Jahre geboren wurden, alle drei sind in unabhängigen Verlagen erschienen und alle drei handeln von den äußeren Zwängen und Übergriffigkeiten und von der Reglementierung ihres Körpers, denen junge Mädchen in unserer patriarchalen Gesellschaft tagtäglich ausgeliefert sind. Alle drei Texte folgen ihren jeweiligen Protagonistinnen von der frühen Kindheit ins (junge) Erwachsenenalter, alle drei Mädchen haben ein schwieriges Verhältnis zu ihrem Körper, pflegen angespannte Beziehungen zu ihren Eltern, erleiden sexualisierte Gewalt unterschiedlicher Ausprägung, haben mit psychischen Erkrankungen zu kämpfen. Doch trotz dieser thematischen Ähnlichkeiten schaffen alle drei Autorinnen es, aus ihren jeweiligen Texten etwas ganz eigenes, Neues zu machen:

Esther Beckers Debütroman Wie die Gorillas folgt einer namenlosen Ich-Erzählerin und ihren beiden besten Freundinnen durch die großen und kleinen Widrigkeiten des Alltags und zeigt dabei sehr direkt und schonungslos auf, was für Hürden jungen Mädchen von allen Seiten beim Erwachsenwerden und Finden der eigenen gesellschaftlichen Rolle in den Weg gelegt werden. Das Buch folgt keiner klassischen dramatischen Plotstruktur mit Höhepunkt etc., sondern ist eher episodisch erzählt. Das tut der Wirkung der Lektüre aber keinen Abbruch, vielmehr verstärkt der schnelle Wechsel von einer alltäglichen, scheinbar unwichtigen Situation zur nächsten noch die Wucht, mit der dieser Roman mich als Leserin getroffen hat. Ich konnte mich quasi in jede einzelne geschilderte Situation hineinversetzen, weil entweder ich selbst oder eine meiner Freundinnen schon mal etwas ähnliches erlebt haben. Manche Passagen daraus gehen mir immer noch ziemlich nach.

Auch Barbara Rieger erzählt in ihrem Roman Friss oder Stirb (CN: Esstörung) eher episodenhaft aus dem Leben ihrer Protagonistin Anna, hier allerdings orientiert an den Tagebucheinträgen der jungen Frau. Wir folgen Anna, die bereits als Teenager ein gestörtes Verhältnis zu ihrem Körper und zum Essen entwickelt, von ihrem 14. Lebensjahr bis in ihre 30er, jedes Kapitel schildert dabei ein Jahr aus ihrem Leben. Die Erfahrungen, die Anna macht und die schwerwiegende Spuren in ihrer Psyche hinterlassen, decken sich in vielen Fällen mit den Erlebnissen der Figuren aus Wie die Gorillas, Barbara Rieger schildert quasi, zu welchen extremen Konsequenzen die Umstände, die wir aus dem Roman von Esther Becker bereits kennen, führen können, wenn ein psychisch krankes junges Mädchen in ihrem privaten Umfeld keinerlei Verständnis und Unterstützung für ihre Probleme erfährt. Das Buch ist aber kein hoffnungsloser Trauma Porn und auch kein kitschiges „Problembuch“ à la Brigitte Blobel und Co. Es zeigt den Leser*innen nicht nur, wie eine junge Frau nach und nach immer tiefer in eine gravierende Essstörung rutscht, sondern auch, wie der Ausbruch aus diesen Mustern womöglich doch irgendwann gelingen kann.

Regina Dürigs Federn lassen schließlich könnte man auf den ersten Blick für einen Gedichtband halten, die einzelnen Texte darin sind nämlich sehr großzügig und mit vielen Zeilenumbrüchen und wenig bzw gar keiner Interpunktion gesetzt. Tatsächlich steht aber vorne auf dem Cover „Novelle“ drauf, das trifft es allerdings irgendwie auch nicht so ganz, es ist ein hybrides Zwischending, eine Sammlung von Prosagedichten, die einzelne Episoden aus dem Leben eines namenlosen Du schildern, von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter. Alle dieser Episoden beinhalten in irgendeiner Form Grenzverletzungen und Übergriffe – körperlich und verbal –, die bei der Protagonistin mal mehr, mal weniger tiefe Spuren hinterlassen, sie aber in der jeweiligen Situation immer in ihrer autonomen Handlungsfähigkeit einschränken und sie sprachlos zurücklassen. Gegen diese Sprachlosigkeit kämpft Regina Dürig mit ihrem beeindruckenden Buch erfolgreich an, indem sie darin die viel zu alltäglichen Muster patriarchaler Gewalt offenlegt.

Alle drei Bücher fand ich zuweilen sehr schmerzhaft zu lesen, alle haben mich tief bewegt und vor allem mit ihrer sprachlichen Wucht getroffen, und alle drei werden bei mir ganz sicher noch lange nachklingen.


Von Zeit des Schattens, dem im November im unabhängigen w_orten&meer Verlag für diskriminierungskritisches Handeln erschienenen Roman (Ü: Ina Pfitzner) von Léonora Miano, einer aus Kamerun stammenden französischen Schriftstellerin, hätte ich euch so oder so erzählt, denn er hat mich komplett umgehauen und deshalb wünsche ich mir, dass er möglichst viele Leser*innen findet. Der Februar ist aber außerdem der #BlackHistoryMonth, weshalb dieses beeindruckende Buch genau jetzt besonders gut in den Newsletter passt. Es geht darin nämlich um den Beginn des transatlantischen Handels mit Versklavten (bzw. der transatlantischen Deportation subsaharischer Menschen bzw. TDS, wie es Miano gerne als Bezeichnung etablieren würde) und der kolonialistischen Gewalt auf dem subsaharisch-afrikanischen Kontinent, allerdings rein aus der Sicht derjenigen Menschen, deren Weltbilder, Lebensweisen und Glaubenssysteme durch die Grausamkeit des europäischen Kolonialismus irreparablen Schaden erlitten haben:

In einem präkolonialen Gebiet der Gegend, die heute Kamerun heißt, gibt es eine Dorfgemeinschaft, die so abgeschieden lebt, dass sie bisher nur Kontakt zu ihrem unmittelbar benachbarten Volk hatte. Vom Hörensagen wissen die Mulongo zwar noch von der Existenz eines „Küstenvolks“, das einige Tagesreisen entfernt leben soll, aber eigentlich können sie sich unter Begriffen wie „Küste“ oder „Ozean“ gar nichts vorstellen - geschweige denn darunter, dass auch jenseits von diesem geheimnisvollen „Land des Wassers" (hellhäutige) Menschen leben sollen. Eines Nachts bricht in der Siedlung der bisher friedlich lebenden Mulongo ein verheerender Brand aus, der fast alle ihrer Hütten zerstört. Am nächsten Tag müssen sie bestürzt feststellen, dass 12 Männer aus ihrer Gemeinschaft, darunter ihr spiritueller Führer sowie zehn frisch initiierte junge Männer, spurlos verschwunden sind. Der Roman folgt nun den erschütterten und trauernden Hinterbliebenen, die versuchen, das absolut Unvorstellbare zu begreifen, das ohne Vorwarnung über ihre vertraute Welt hereingebrochen ist. Ich hatte schon lange keine so intensive Leseerfahrung mehr, die vor allem meinen gewohnten westlichen, weißen Blickwinkel so sehr auf den Kopf gestellt hat wie dieses Buch. Es bringt den grausamen Schnitt in der Weltgeschichte, den die TDS darstellt, auf den Punkt wie kaum ein anderer Text, den ich bisher zum Thema gelesen habe.

Kontextualisiert wird der Roman übrigens auch von einem kleinen Band mit Essays bzw. Vorträgen von Léonora Miano, Eine Grenze bewohnen - Erinnerung dekolonisieren, der ebenfalls kürzlich bei w_orten&meer in deutscher Übersetzung (Ü: Lisa Wegener) erschienen ist. Ich hoffe sehr, dass noch weitere Übersetzungen von Mianos Werk folgen werden, denn das ist eine Autorin, von der ich unbedingt noch mehr lesen möchte.


Ich bin kein großer Fan von Krimis, zumindest behaupte ich das immer, auch wenn ich es mir zum Lebensziel gesetzt habe, alle 66 Kriminalromane von Agatha Christie zu lesen (ich habe schon über die Hälfte!). Trotz meiner Abwehrhaltung gegenüber dieses Genres gibt es doch immer wieder einzelne Krimis, die mich magisch anziehen. So war es neulich auch bei einem, der von der Crime Writers’ Association als „greatest crime novel of all time“ bezeichnet wurde – das war aber nicht der Grund, warum ich mir Josephine Teys The Daughter of Time (erschienen 1951; dt. Alibi für einen König, Ü. Maria Wolff, leider vergriffen) unbedingt besorgen musste. Nein, ich wollte das Buch vor allem deswegen lesen, weil es einem meiner Lieblings-Subgenres angehört: der akademischen bzw. archivarischen Detektivgeschichte. Damit meine ich Romane, in denen die Held*innen irgendein Rätsel aus der Vergangenheit lösen müssen, indem sie irgendwelche Briefe und Tagebücher in verstaubten Archiven und Bibliotheken wälzen müssen oder verschollen geglaubte Dokumente auf irgendwelchen Dachböden finden. Mein Lieblingsvertreter dieses Genres (und überhaupt eines meiner absoluten Lieblingsbücher of all time) ist A. S. Byatts Roman Possession (dt. Bessessen, Ü. Melanie Walz), in dem zwei Literaturwissenschaftler*innen, die jeweils Forschung zu zwei verschiedenen viktorianischen Dichter*innen betreiben, gemeinsam eine heimliche Affäre ihrer beiden Forschungsobjekte aufdecken. Um Ähnliches geht es auch im Buchprojekt S: Ship of Theseus von J. J. Abrams und Doug Dorst, wobei hier dem Buch sogar noch „echte“ Dokumente beiliegen, die man als Leser*in genauestens untersuchen kann:

(Videobeschreibung: Buchtrailer zu S von J.J. Abrams und Doug Dorst, in dem die aufwendige Ausstattung des Buches gezeigt wird: es liegen z.B. Faksimiles von handschriftlichen Briefen, Postkarten etc. bei.)

Andere Beispiele wären auch Susanna Clarkes historischer Fantasyroman Jonathan Strange & Mr. Norrell (gelehrte Magier unterstützen England in den Napoleonischen Kriegen) oder Jeannette Ngs Under the Pendulum Sun (ein viktorianisches Geschwisterpaar geht als christliche Missionar*innen ins Feenreich) und in gewisser Hinsicht auch Umberto Ecos aberwitziger Verschwörungsroman Das Foucaultsche Pendel, wobei letzterer das Prinzip „Arbeit mit Quellen“ letztendlich ziemlich auf den Kopf stellt. Aber zurück zu Josephine Tey.

The Daughter of Time beginnt damit, dass Teys Ermittlerfigur, der Scotland Yard-Inspektor Alan Grant (der auch in fünf weiteren ihrer Krimis vorkommt), nach einem Dienstunfall für längere Zeit mit einem gebrochenen Bein das Krankenhausbett hüten muss und sich zu Tode langweilt. Eine Freundin von ihm schlägt vor, dass er sich doch die Zeit damit vertreiben könne, irgendein historisches Rätsel zu lösen, und da sie um sein Interesse an menschlichen Gesichtern weiß, bringt sie ihm einen Stapel mit Portraits historischer Persönlichkeiten. Tatsächlich ist darunter auch ein Portrait des englischen Königs Richard III., das Grant nicht mehr loslässt, da er das sanfte, weise Gesicht nicht mit dem grausamen Mörder in Einklang bringen kann, als der Richard allgemein verschrien ist. Besonders die seit Jahrhunderten wiederholte Behauptung, Richard sei für den Tod seiner beiden Neffen, den Prinzen im Tower, verantwortlich, macht Grant zu schaffen, und so beginnt er zu ermitteln. Er lässt sich von seinen Besucher*innen Bücher zum Thema besorgen, zunächst Schul-Geschichtsfibeln und historische Romane, später dann dicke geschichtswissenschaftliche Wälzer und (vermeintliche) Originalquellen von Richards Zeitgenossen. Da er weiterhin an sein Bett gefesselt bleibt, nimmt er irgendwann die Hilfe eines jungen Amerikaners in Anspruch, der sich die Zeit in der British Library vertreibt, während seine schauspielernde Freundin Tag für Tag in einem sehr erfolgreichen Stück auf der Bühne steht. Gemeinsam beginnen Grant und er, ein neues Bild der historischen Person Richard III. zu entwickeln…

Der Roman ist wirklich kein klassischer Krimi mit Leiche, Tatort, Zeug*innenbefragungen, Alibis, falschen Geständnissen etc., vielmehr lässt er sich irgendwie mit der Recherche für eine Hausarbeit vergleichen, aber vielleicht hat er mir gerade deshalb so gut gefallen (vielleicht vermisse ich die Uni doch mehr, als ich dachte?). Er hat mich sogar motiviert, auch den anderen (klassischeren) Krimis von Josephine Tey in Zukunft eine Chance zu geben. Einer ihrer bekanntesten, The Franchise Affair, liegt schon auf meinem Nachttischstapel*, und da er zufällig im März in einer deutschen Neuausgabe erscheint, werde ich davon bestimmt in einer späteren Ausgabe dieses Newsletters noch mal Genaueres zu erzählen haben.

(*Nachtrag: Inzwischen habe ich mir, gierig wie ich bin, noch zwei weitere Bücher von Tey bestellt: Miss Pym Disposes und Brat Farrar.)


Ich habe gerade einen sehr guten Essayband gelesen, nämlich Asal Dardans frisch erschienene Betrachtungen einer Barbarin, und dabei ist mir wieder einmal aufgefallen, dass die (autobiographisch angehauchte) Essaysammlung eine*r einzelnen Autor*in (also im Gegensatz zu einer Anthologie mit mehreren Beitragenden, wie z.B. der Bestseller Eure Heimat ist unser Albtraum) auf dem deutschsprachigen Buchmarkt eine (von den Verlagen) sträflich vernachlässigte Form ist. Zumindest wenn es um original deutschsprachige Texte geht, denn einige der im englischsprachigen Raum erfolgreichsten Sammlungen von „Personal Essays“ wurden und werden ja durchaus ins Deutsche übersetzt.

Dieses Frühjahr erscheinen hierzulande z.B. die in Großbritannien bzw. den USA hochgelobten Bücher von Emilie Pine (Botschaften an mich selbst, Ü: Cornelia Röser, 8. März – tolles Buch, SCHRECKLICHES deutsches Cover!) und Jia Tolentino (Trick Mirror, Ü: Margarita Ruppel, 24. Februar). Und auch die Essays von Erfolgsautorinnen wie Siri Hustvedt, Rebecca Solnit und natürlich Klassikerinnen wie Joan Didion und Susan Sontag werden selbstverständlich ins Deutsche übersetzt. Und im April erscheint endlich, endlich mit jahrzehntelanger Verspätung eine deutsche Übersetzung von Sister Outsider (Ü: Eva Bonné, Marion Kraft), der bahnbrechenden Essaysammlung der wichtigen Schwarzen, feministischen Denkerin Audre Lorde.

Ich freue mich natürlich, dass all diese tollen Bücher auch deutschsprachigen Leser*innen zugänglich gemacht werden. Ich würde mir aber wünschen, dass deutsche Verlage sich in dieser Hinsicht nicht nur am US-amerikanischen Markt orientieren, sondern vermehrt auch deutschsprachigen Autor*innen die Möglichkeit einräumt, kluge, persönliche, überraschende Texte in dieser Form zu veröffentlichen. Und zwar am liebsten jungen, frischen Stimmen und nicht nur den etablierten und kanonisierten Erfolgautor*innen, von denen eh alles gedruckt wird, was sie je in den Äther hinausgepupst haben.

(Kennt Ihr spannende Essaybände deutschsprachiger Autor*innen? Also außer dem von Asal, den ihr unbedingt lesen solltet! Oder auch Übersetzungen aus anderen Sprachen als dem Englischen? Empfehlungen immer willkommen!)


Das war es nun mit der ersten Ausgabe von „Magda liest. Und liest. Und liest.“, ich hoffe, sie hat euch gefallen. Über Feedback, Wünsche, Vorschläge etc. freue ich mich immer. Auch Fragen nach individuellen Buchempfehlungen könnt ihr mir gerne stellen, die werde ich dann jeweils (nach Lust und Laune und Energie) im nächste Newsletter gesammelt (anonymisiert) beantworten, damit alle etwas davon haben.

Den nächsten Newsletter werde ich in ein oder zwei Wochen verschicken. Bis dahin findet ihr mich auf Twitter.

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Bis zum nächsten Mal, frohes Lesen,

eure Magda